silikonbackformen

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Silikonbackformen

Silikonbackformen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn sie sind sehr einfach zu handhaben. Es entfällt das Einfetten, und trotzdem bleibt nichts an der Form kleben. Es brennt auch nichts an. Nach dem Backvorgang kann man den Kuchen ganz bequem heraus nehmen, ohne, dass etwas zerkrümelt.

Für Kuchen in Silikonbackformen sind keine speziellen Rezepte erforderlich. Das verwendete Silikon hat die angenehme Eigenschaft, Feuchtigkeit und Fett des Kuchenteigs nicht in sich auf zu nehmen. Nach dem Backen können Silikonbackformen ganz normal mit warmem Wasser gereinigt werden. Danach finden diese sehr biegsamen Silikonbackformen in jeder Ecke des Küchenschranks Platz.

Mittels Spritzguss- und anderer Verfahren können künstlerisch wirkende Silikonbackformen hergestellt werden, die eine Blume, einen Teddybär oder andere Kuchengestalten ermöglichen oder auch als Form für die Eisherstellung dienen können.

Ausgangsstoff für dieses neuartige Küchenutensil ist Silizium, welches es in der Natur sozusagen wie Sand am Meer gibt, auch im wahrsten Sinne des Wortes. Insbesondere Sand und Ton enthalten dieses chemische Element in gebundener Form, meist als Silikat oder Siliziumdioxid. Daraus können durch verschiedene industrielle Verfahren letztendlich Silikone gewonnen werden. Die Siliziumbestandteile werden unter großer Hitze und hohen Drücken im Hochofen von anderen Substanzen getrennt. Unter Zugabe von Methylchlorid entstehen zunächst Silane. Diese lassen sich mit speziellen Technologien zu Silikonen weiter verarbeiten.

Silikone existieren in fester, elastischer und gel- oder ölartiger Form. Sie finden in verschiedensten Branchen Einsatz. Es gibt Silikone, die an der Luft aushärten. Diese sind schon lange bekannt, können aber flüchtige Zusatzstoffe ausdunsten. Daher sind diese Materialien nur für den Einsatz bei Zimmertemperatur geeignet, wie beispielsweise als Fugenmasse im Innenausbau. Sie eignen sich auch für Kämme, Bürsten, Antirutschmatten und viele andere Haushaltsgegenstände sowie Bestandteile von Maschinen. Für den Einsatz im Lebensmittelbereich und unter höheren Temperaturen müssen die Silikone noch härteren Anforderungen genügen und dürfen im späteren Gebrauch keine Fremdsubstanzen mehr frei geben. Deshalb dürfen hierfür nur bestimmte Katalysatoren eingesetzt werden. Peroxide, Platin oder andere kleine Beimengungen erzielen die gewünschten Materialeigenschaften mit sehr spezifischen Temperungsverfahren. Damit wird das Ausgasen der Endprodukte, wie zum Beispiel Silikonbackformen verhindert. Auch die gefürchteten Weichmachereinflüsse durch Phthalate können unterbunden werden. Somit bringen diese Silikone die für die Lebensmittelverarbeitung geforderte Sauberkeit mit und können unbedenklich im Haushalt zum Kochen und Backen eingesetzt werden. Es empfiehlt sich dennoch, ganz neue Silikonbackformen vorsichtshalber vor dem Erstgebrauch vier Stunden im Backofen bei 200°C zu erhitzen und danach den Ofen und die Küche gut zu lüften, da manche Hersteller eine solche Prozedur abkürzen.